Posts mit dem Label Hexen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hexen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 12. November 2008

Vorankündigung: Am 20. 12. erscheint die neue Shekinah!

Einen Tag vor der Wintersonnwende soll die neue Ausgabe der Shekinah-Schriftenreihe erscheinen - sie verspricht wieder einmal sehr interessant zu werden, wenn ich mir die anderen Artikelüberschriften (von mir ist dieses Mal ein Aufsatz über den Hexensabbat enthalten) so ansehe. Denjenigen, die sich für das Okkulte, Geschichtliches und Esoterik interessiert, kann ich diese Schriftenreihe jedenfalls wärmstens empfehlen.

Verlagstext: Das erfolgreiche Esoterik-Magazin des Verlags (Edition Roter Drache), Shekinah, erscheint bereits im 2. Jahrgang und erfreut sich großer Beliebtheit. Im regalfreundlichen Buchformat finden sich viermal im Jahr, immer zu den Sonnenfesten, Beiträge und Praxisbeispiele von fachkundigen Autoren zu den Themen Schamanismus, Okkultismus, Parapsychologie bis hin zu Magie und Heidentum. Außerdem gibt es in jeder Ausgabe Buch- und Musikrezensionen so wie ein Comic aus der bekannten Serie Der Magus von Voenix (bisher in der AHA erschienen). Lesen Sie in den nächsten Ausgaben u. a. folgende Beiträge:
• Vom Buddha zum Dalai Lama von Jan Fries
• Das Fest Luzifers von Frater Eremor
• Erdastrologie von Tso-Me Tejas
• Al-Kemia – Persische und arabische Alchemie von Thomas Karlsson
• Der Magus – eine Comicserie von Voenix
• Die Energieskala von Romero E. Sotes
• Gedanken zur Magie von Frater LaShTal-NHSH 3.8.4.
• Das Sternentor von Daniel Runge
• Im Gespräch mit Thomas Karlsson von Thomas Lückewerth
• Coitus cum demone: Inkubus und Succubus in der Legende und den okkulten Künsten von Asenath Mason
• Der Hexensabbat von Equiamicus
• und viele weitere Themen

Dienstag, 11. November 2008

Neue Kurzgeschichten





Neuigkeiten! In der Jahresend-Ausgabe des Dark Spy Magazine, Nr. 26 (6/2008), gibt es mit "Der fromme Jakob" eine neue, "vampirische" Kurzgeschichte von mir.

Im Oktober schon wurde eine weitere Kurzgeschichte, "Die schwarze Kerze" auf Literra.info veröffentlicht. Die Grafik zur Geschichte stammt übrigens von dem Künstler Crossvalley Smith.

Mittwoch, 17. September 2008

Ulrich Molitor’s De laniis et phitonicis mulieribus

Oder Von Hexen und Unholden

De laniis (richtiger: De lamiis) et phitonicis mulieribus ist nach Johannes Niders Formicarius und Kramers Hexenhammer eine der ersten gedruckten Schriften, die sich mit dem Hexenwesen beschäftigt und wurde im Jahre 1489 von dem Konstanzer Juristen Ulrich Molitor (* 1442 † 1507 oder 1508) verfasst.
Nach Bekanntgabe der sogenannten „Hexenbulle“ Summis desiderantes affectibus im Jahre 1484, welche auf Betreiben des Inquisitors Heinrich Kramer (lat. Institoris) von Papst Innozenz VIII. aufgesetzt wurde, erschien erstmalig 1486/87 ein gedrucktes Buch, das sich ausschließlich der Frage des Hexenwesens und den Verfahren gegen Hexen befasste, der Malleus maleficarum. Als Autoren gelten gemeinhin Heinrich Kramer und dessen Vorgesetzter Jakob Sprenger, wobei man in neuerer Zeit die alleinige Autorschaft Kramers annimmt.
Das Erscheinen der Schrift Ulrich Molitors De laniis et phitonicis mulieribus im Jahre 1489 lässt sich als eine direkte Antwort des Juristen Molitors auf den Malleus maleficarum deuten, da seine Schrift diesem in einigen wichtigen Punkten widerspricht.
Denn als in den Jahren von 1481 bis 1485 Heinrich Kramer in der Diözese Konstanz eine Hexeninquisition durchführte, traf er am dortigen Diözesangericht mit großer Wahrscheinlichkeit mit dem dort beschäftigten Juristen Ulrich Molitor zusammen. Durch die umstrittenen Methoden Kramers während der Hexereiprozesse und durch das Erscheinen des Malleus maleficarum sah sich Molitor persönlich genötigt sein Buch zu verfassen, in welchem er eine durchaus gegnerische Position gegenüber Kramer und dessen Werk bezieht.
Im Gegensatz zu Heinrich Kramer verbannt Molitor in seiner Schrift den Hexensabbat in die Einbildung der Hexen, er leugnet die Existenz der Magie insoweit, dass er sagt, dass die Hexen aus sich selbst heraus nichts vermögen, und dass alles, was diesen zugeschrieben wird, natürlich erklärbar ist oder vom Teufel vollbracht wird. Ferner lehnt er unter der Folter erpresste Geständnisse als nicht der Wahrheitsfindung dienlich ab, da der Angeklagte durch die übergroßen Schmerzen während der Tortur allerlei Sachen gestehen kann, welche er in Wahrheit gar nicht verübt hat. Nichtsdestotrotz plädiert Molitor im Beschluss seines Buches für die Todesstrafe gegenüber Hexen, da diese, auch wenn sie durch ihre „eingebildete“ Zauberei keinen wirklichen Schaden anrichten können, so doch vom christlichen Glauben abfallen und dass sie durch den Dienst, den sie dem Teufel erweisen, Götzendienst begehen und ferner wegen ihres schlechten Beispiels auf ihre Mitmenschen dem Tode zu verantworten seien.
Molitors „De laniis“ erfreute sich während der gut anderthalb Jahrhunderte ihres Erscheinens größter Beliebtheit. Durch ihre in Dialogform zwischen ihm, Ulrich Molitor, seinem Souverän, Herzog Siegmund von Tirol, dem das Buch gewidmet ist, und dem Freunde Molitors, dem Konstanzer Bürgermeister Konrad Schatz, aufgesetzte Schrift, und durch Molitors schreiberisches Talent, die maßgeblichsten Punkte, die das Hexenwesen betreffen, kurz und prägnant wiederzugeben, war die De laniis..., neben dem Malleus maleficarum in der Zeit zwischen ihrer beider Erscheinen bis zum Ende des 16. Jahrhunderts die in Hexereifragen am meisten konsultierte Schrift, so dass sie gleichberechtigt mit dem Buch Kramers behandelt, in etlichen Auflagen immer wieder nachgedruckt wurde. Zudem verfertigte Ulrich Molitor noch im Jahre des Erscheinens der lateinischen Erstausgabe 1489, eine deutsche Übersetzung unter dem Titel Von den Unholden oder Hexen, was ihre Beliebtheit zusätzlich hob, da sich nun auch außerhalb der Universitäten die Masse des Volkes, die des Lateinischen nicht mächtig war, über das Hexenwesen belehren konnte.
Molitor verfasste noch weitere juristische Schriften zu verschiedenen Themen, die jedoch nicht den Bekanntheitsgrad seines Hexentraktates erlangten.
Die in Form eines Gespräches gehaltene Schrift Molitors enthält folgende 9 Punkte, die in 12 Dialogen abgehandelt werden:
- Ob Hexen Hagel und Unwetter erzeugen können?
- Ob Hexen die Macht haben, Kindern und Erwachsenen Schaden zuzufügen und Krankheiten zuzuschicken?
- Ob die Hexen in der Lage seien Männer und Frauen zum Beischlaf unfähig zu machen?
- Ob die Hexen in der Lage seien sich oder anderen Menschen eine andere Gestalt zu geben?
- Ob die Hexen durch die Luft zum Sabbat reisen können?
- Ob der Teufel mit den Hexen den Beischlaf vollziehen kann?
- Ob aus einem solchen Beischlaf Kinder gezeugt werden können?
- Ob die Hexen wahrsagen können?
- Ob man Hexen von Rechts wegen zum Tode verteilen dürfe?

Während der vielen Jahre ihres Erscheinens wurde die Schrift Ulrich Molitors oft mit im Detail verschiedenen Titel wiederholt aufgelegt:

Lateinische Ausgaben erschienen in den Jahren 1489, 1494 und 1495 unter dem Titel De laniis et phitonicis mulieribus
In den Jahren zwischen 1580 und 1600 finden sich Titel wie De lamiis et phitonicis mulieribus, Dialogus de lamiis…, Tractatus de lamiis…

Auf Deutsch erschien Molitors Hexenschrift in den Jahren 1489 – 1508 unter dem Titel Von den Unholden oder Hexen, 1544 unter Hexen Meysterey, und 1575 und später: Von Hexen und Unholden
Die Druckorte der verschiedenen Ausgaben sind unterschiedliche. Bekannt sind Straßburg, Reutlingen und Köln.

Im 17. Jahrhundert und vereinzelt bereits im 16. erschien De laniis... auch als Anhang zum Malleus maleficarum.

Die ersten lateinischen sowie die ersten deutschen Ausgaben von Molitors Buch enthalten sieben Holzschnitte, die Hexen (außer der Eingangsholzschnitt, der Herzog Sigismund, Molitor und Konrad Schatz im Gespräch zeigt) bei verschiedenen Verrichtungen darstellen, wie dem Fahren durch die Luft zum Sabbat, dem Festmahl beim Sabbat, dem Reiten auf einem Wolf, dem „Hexenschuss“, Unwetterbrauen sowie der Unzucht mit einem Buhlteufel.
Die Ausstattung einer Hexenschrift mit Holzschnitten ist überaus selten, so dass diesen sehr frühen Darstellungen eine besonders wertvolle Bedeutung zukommt. Zudem sind die Holzschnitte aus dem Werk Molitors auch heute noch beliebte Schmuckbilder in neuzeitlichen Büchern über die Hexenprozesse, so dass man kaum eines findet, in welchem nicht mindestens einer von ihnen wiedergegeben ist.

Montag, 8. September 2008

In wenigen Tagen erscheint das neue Shekinah-Magazin



Bald ist es wieder soweit: Am 20. September erscheint die neueste Ausgabe der Shekinah-Schriftenreihe!

Darin wird enthalten sein (Verlagsinfo):

· Vorwort
· Ja, woran glauben Sie denn? Eine Religionskritik (Teil 2) von Frater Eremor & Frater Pandagaz247
· Saljar Heljar - Eine Reise ins Reich der Hel von Christiane Kliemannel
· Das Licht, das nicht ist von Kenneth Grant
· Die zauberische Gestaltveränderung am Beispiel des Werwolfs von Equiamicus
· Das Tor des Silbernen Schlüssels von der Loge Magan (Dragon Rouge Polen)
· In Nomine Luciferi von Frater Lashtal-NHSH 3.8.4.
· Wissenschaftliche Magie? von Frater Fäustchen
· Der Magus von Voenix
· Seidr - Altnordische Magie von Holger Kliemannel
· "Everything begins with Yearning" - Ein Interview mit Werkraum von Thomas Lückewerth
· Ein schwangeres Nichts - Schöpfungsenergie aus dem Chaos kreieren von Frater Pandagaz247
· Das geheimnisvolle Jahresorakel 2009 - Ein kreatives Magieprojekt für Wagemutige von Grauwolf
· Vipassana - mal anders von Romero E. Sotes
· Rezensionen
· Verlosung
· Impressum & Mehr
Schlussgedanken - Kraftplatztourismus von C. Stettler

Shekinah 4
100 Seiten, zahlreiche Abb., DIN A5, Broschur
ISBN 978-3-939459-16-3
€ 10,00
Erscheinungstermin: 20. September 2008

Sonntag, 9. März 2008

Ulrich Molitor's Von Unholden und Hexen erschienen!


And we proudly present...
Ulrich Molitor's Von Hexen und Unholden
Die Schrift De laniis et phitonicis mulieribus (dt. Von Hexen und Unholden) des Konstanzer Juristen Ulrich Molitor erschien Anfang des Jahres 1489, kurze Zeit nach dem Erstdruck des berühmten "Malleus maleficarum" (1486/87) von Sprenger/Institoris zuerst in lateinischer und einige Monate später in deutscher Sprache. Sie war eine Auftragsarbeit Herzog Sigismunds von Tirol, und Molitor schuf mit ihr ein kurzes prägnantes Handbuch zur Hexenfrage, das in etlichen Auflagen bis ins Jahr 1576 nachgedruckt und in vielen Ausgaben des Malleus maleficarum als Anhang beigefügt wurde. Molitors De laniis... ist sehr kurzweilig zu lesen, da es in Form eines Dialogs zwischen Ulrich Molitor, dem Konstanzer Bürgermeister Konrad Schatz und Herzog Sigismund niedergeschrieben wurde, in welchem alle die Hexerei betreffenden Punkte erörtert werden.Molitors Schlussfolgerung ist letztlich, dass vom Menschen ausgeführte Hexerei als nichtig zu betrachten ist, da alle Wirkungen, die man den Hexen zuschreibt, von Satan und seinen Engeln verrichtet werden und der Mensch alleine nichts vermag. Nichtsdestotrotz seien die Hexen aufgrund ihrer Böswilligkeit, ihres Abfalls vom Glauben und ihrer Hingebung zu Satan dem Tode zu überantworten, damit nicht andere Menschen durch sie zu Gleichem verführt werden und auch, um schlimmerem Unheil durch diese vorzubeugen. Im Anhang des Buches habe ich noch etliche Geschichten aus der Zeit der Hexenverfolgungen angefügt, um die Thesen, welche in "De laniis..." aufgeworfen werden mit anschaulichen Beispielen zu vertiefen.

Mit Ulrich Molitors "Von Hexen und Unholden" ist nun eine weitere wichtige Schrift zum Thema Hexenverfolgug und Hexenforschung erschienen, ich freue mich, dass ich dazu meinen Beitrag leisten konnte. Und nach anfänglichen Startschwierigkeiten ist es nun offenbar auch lieferbar ;-)

Übrigens, ich bin immer offen für Anregungen und Kritik - sei es an dieser Seite oder auch an meinen Büchern, meine email-Adresse habe ich im Bloggerprofil hinterlegt!

Samstag, 5. Januar 2008

Ulrich Molitor’s von Unholden und Hexen

VÖ 2/2008
Die Schrift "De laniis et phitonicis mulieribus" (dt. Von Hexen und Unholden) des Konstanzer Juristen Ulrich Molitor erschien Anfang des Jahres 1489, kurze Zeit nach dem Erstdruck des berühmten "Malleus maleficarum" (1486/87) von Sprenger/Institoris zuerst in lateinischer und einige Monate
später in deutscher Sprache. Es ist eine Auftragsarbeit Herzog Sigismunds von Tirol, womit Molitor ein kurzes prägnantes Handbuch zur Hexenfrage schuf, das in etlichen Auflagen bis ins Jahr 1576 nachgedruckt und in vielen Ausgaben des Malleus maleficarum als Anhang beigefügt wurde. Molitors "De laniis..." ist sehr kurzweilig zu lesen, da es in Form eines Dialogs zwischen Ulrich Molitor, dem Konstanzer Bürgermeister Konrad Schatz und Herzog Sigismund niedergeschrieben wurde, in welchem alle die Hexerei betreffenden Punkte erörtert werden.
Molitors Schlussfolgerung ist letztlich, dass vom Menschen ausgeführte Hexerei als nichtig zu betrachten ist, da alle Wirkungen, die man den Hexen zuschreibt, von Satan und seinen Engeln verrichtet werden und der Mensch alleine nichts vermag. Nichtsdestotrotz seien die Hexen aufgrund ihrer Böswilligkeit, ihres Abfalls vom Glauben und ihrer Hingebung zu Satan dem Tode zu überantworten, damit nicht andere Menschen durch sie zu Gleichem verführt werden und auch, um schlimmerem Unheil durch
diese vorzubeugen. Im Anhang des Buches habe ich noch etliche Geschichten aus der Zeit der Hexenverfolgungen angefügt, um die Thesen, welche in "De laniis..." aufgeworfen werden mit anschaulichen Beispielen zu vertiefen. Mit dieser überarbeiteten und kommentierten Neuausgabe habe ich beabsichtigt, dieses wichtige Werk wieder einem breiteren Lesepublikum zugänglich zu machen und einen Beitrag zum besseren Verständnis des Umfelds und der Ursachen der Hexenverfolgung zu leisten.